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Die Geschlechterfrage

Warum Männer nicht zuhören und Frauen auch nicht, könnte ich diesen Artikel auch betiteln. Anna-Katharina Meßmer und Christina Schildmann haben einen Artikel auf zeit.de geschrieben, der sicher viele Leserkommentare verursacht und sich bestimmt ganz toll klickt.

Darin wird über angry white men hergezogen und am Ende postuliert, der Streit um die Geschlechtergerechtigkeit, um die Vielfalt der Lebensmodelle sei aktuell im vollen Gange – nicht nur im Netz. (“Und so tobt der Deutungskampf. Nicht nur im Netz”)

Früher dachte ich, dass das Internet als ein Neues die Geschlechterfrage revolutionieren könnte und gleichsam mit einem Schock die Gleichstellung voran treiben. Aufschrei war auch für mich eine Hoffnung, schnell stellte sich für mich aber heraus, dass Öffentlichkeit die Fronten verhärtet und niemand mehr zuhört, weil es weh tut oder sich unsinnig anhört – und so sieht es meiner Ansicht nach gerade aus. Read more

Burgerarbeit für psychisch Kranke and Friends

Auch mal raus zu gehen, das kann nie schaden. Heute Mittag war am Moltkeplatz in Bad Godesberg die Eröffnung des „Godesburgers“, eines Burgerladens, in dem zehn Menschen mit (5) und ohne (5) Handicap zusammen Burger braten, servieren und den Laden an sich am Laufen halten – ein Projekt der Aktion Mensch, des Landschaftsverbands Rheinland und des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie.

Godesburger drinnen Read more

Wie ein Fisch im Eisfach

„Bald“ ist ein relativer Begriff, zumindest für mich. Bei anderen Leuten kann das anders aussehen. Ich denke, es kommt ein sehnsuchtsvolles „bald“ in Goethes Zitronengedicht vor. Doch Pustekuchen. Ich lache über den Satz

Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?

Denn gestern kam die Nachricht von Blackys Tod. Genau dies hat er mir nach „Hart aber fair“ gesagt, wir hatten über die Liebe diskutiert. Ich habe lange nachgedacht und die Bemerkung für gut befunden. Blacky war schon ein sehr cooler, nein, warmer Typ, ich hätte ihm gerne noch für seinen Hinweis gedankt, habe die Nachricht an ihn aber mehrmals verschoben. Bald schreibe ich ihm, aber wie, eine E-Mail, einen Brief? Nun ist es zu spät. Ich bin ein bisschen traurig und kann nur im Internet post mortem „Danke!“ sagen. Read more

Ach du, Grünlinks …

Ach, ach …

es ist betrüblich mit dir, Grüne Linke, du Verein der guten Menschen. Früher war ich bei dir auch mal Mitglied. Du bist so gut, zu gut. Du wurdest paralysiert durch einen neuen Verein: Grün.links.denken. Mehr denken, weniger Machtgeschacher. Ja, ich dachte, was meine Freunde tun, kann nicht falsch sein. Doch nun erfüllt so viel Trübsal mein Herz, ich weiß nicht mehr ein und aus. Read more

Es ist sehr, sehr kompliziert

Über dem Venusberg fliegen die Vögel. Wenn ich aus dem Fenster blicke, kann ich ihn sehen, den einen meiner beiden Berge, die ich vor der Haustür habe. Er bringt den Regen und nachts rauschen die Bäume. A. hat mir erzählt, dass es im Tannhäuser einen Venusberg gibt, muss ich gleich mal googeln. Das Internet ist toll. Read more

Wird Putin meine Kiwis verstrahlen? Wer regiert in deinem Kopf?

Noch vor wenigen Tagen war das Thema dieser Kolumne glasklar wie der Seligersee: Plan war, über meine Sorge, dass Putin meine Kiwis verstrahlt, zu schreiben. Besteht diese Gefahr, wird Putin am Ende die Ukrainer dazu bringen, bei Ostwind eine Atomanlage zu beschädigen? Werden wir alle verstrahlt, also auch meine Kiwis, die ich im kommenden Jahr in meinem Steingarten anbauen werde?

Weil eh jeder über Russland und seinen Führer und die Möglichkeiten, wie man nun die Menschen in der Ukraine retten kann, seine Meinung sagt, habe ich mir gedacht, nun gut, kann ich auch, sehen wir das Ganze doch mal grundsätzlich und checken Putin, den Russen an sich, Großrussland und die Sowjetunion ab.

Ich ging deswegen ins Antiquariat, um mir Stalin zu besorgen. Read more

Essen bei Addi

Zum Mittag geht es heute endlich mal wieder zum Lenné Snack. Ein wunderbares Restaurant, geführt von dem aus Polen nach Bonn gezogenen „Addi“.

Seit über 25 Jahren bekocht der gelernte Koch und Metzger Addi Plonka seine Gäste in der Bonner Südstadt.

Man kann dort gemütlich sitzen und das Geschehen auf der Straße beobachten. Addi bereitet vieles frisch zu, was andere fertig bestellen, steht auf der Webseite des “Kult-Imbisses”. Dies erscheint mir keine Lüge zu sein, schon häufig habe ich bei Addi gegessen und ich schmeckte, dass das Essen gut war. Meist Straußenfilet oder Lamm mit Pommes oder Kartoffel und Salat. Die Karte bietet zudem zahlreiche Burger. Nun denn, die Einteilung in “Fast Food” und “Slow Food” ist relativ.

Besonders polnisch habe ich bei Addi noch nicht gegessen, aber dies ließe sich eines Tages, vielleicht heute, wohl nicht heute, nachholen. Auch gibt es dort nicht nur Mahlzeiten zu erwerben, sondern auch frisches Obst, zurzeit Äpfel.
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Rosmarinkartoffeln aus dem Vorgebirge

Es ist Montag und ich habe Gewohnheiten über Bord geworfen. Eigentlich ist Arbeit für den Tag gedacht, man steht morgens auf und geht abends rechtzeitig wieder zu Bett. Aber das muss ja nicht sein und außerdem ist nachts das Internet schneller. Vor einigen Wochen kündigte sich in diesem Blog an, dass ich wieder zu schreiben beginne, Montags die Kolumne „Alles Bio?“. So stand ich um fünf nach zwölf wieder auf, denn es ist ja Montag und die Zeit zu schreiben ist gekommen. Read more

Prostitutionsgesetz retten!

Seit vielen Jahren befasse ich mich mit Prostitution und der Prostituierten als wichtiger Figur für den Feminismus. Aktuell verschärft sich die Diskussion um eine Novelle des rot-grünen Prostitutionsgesetzes.

Ich habe Jan Korte bei einer Podiumsdiskussion vor vielen Jahren vehement widersprochen, als er sagte, Rot-Grün sei nur Krieg und Hartz IV.

Rot-Grün ist angetreten, Deutschland zu modernisieren, wenn das Prostitutionsgesetz fällt, bleibt davon tatsächlich nicht viel mehr als Krieg und Hartz IV.

Deswegen habe ich mir die Domain www.prostitutionsgesetz-retten.de geholt, alsbald werden Inhalte folgen. Wer sich an der Kampagne beteiligen möchte, schicke mir vorerst eine E-Mail.