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Warum ich meinen Trollcon-Vortrag abgesagt habe

Lieber Trollcon-Orga,

ich habe es mir nicht leicht gemacht bei der Frage, wie ich mit diesem Blogbeitrag umgehe. Sicherlich erinnert ihr euch noch gut an meinen letzten Vortrag. Ich habe mich damals geärgert über die mangelnde Gastfreundschaft, die ihr den Referent/innen zukommen lasst, ihr zahlt kein Honorar, es gibt keine Übernachtung und man muss im Allgemeinen auch seine Fahrtkosten selbst zahlen. Meer lesen

Kurzes Update nach dem Umzug

Puh.

Heute morgen auf Twitter bekam ich einen kleinen Nervenzusammenbruch. Eigentlich ging das schon gestern los, ich bin so genervt von den Updates gerade von nahen Bekannten von mir, die sich zynisch anhören. Ich denke, warum nutzen die Twitter für Nachrichten, die keiner versteht? Aber sollen sie mal. Mich zumindest frustriert sowas. Man denkt, was steckt dahinter, und bekommt es nicht raus. Frustrierend.

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Stimmt das?

Sibylle Berg schreibt

Ich kenne nicht viele Männer, deren Ziel es ist: Mann von einer reichen Frau, einer erfolgreichen, einer mit Macht zu werden.

Glaube ich nicht. Also kann ja sein, dass Sibylle die nicht kennt, aber mir sind solche schon untergekommen. Vor allem “reich” war da wichtig.

Ansonsten guter Artikel.

Gruppen und Fraktionen in NRW

Damit sich alle darüber informieren können, was woanders so läuft, habe ich eine Linkliste der Webseiten der Piraten-Gruppen und -Fraktionen in NRW gemacht. Es können noch mehr werden. Ich finde es wichtig, sich als Piratengruppe oder -fraktion eine Webseite zu erstellen. Auf einer Webseite kann man sehr einfach und billig Öffentlichkeitsarbeit, ja richtig Politik machen.

Hier ist das Pad, hier ein (leider nicht ganz aktuelles) Backup. Korrekturen und Ergänzungen bitte in die Kommentare.

Viel Spaß beim Durchklicken! Meer lesen

Datensparsamkeit nur noch Credo der Konservativen?

Irgendwo hat mich die Netzbewegung verloren. Vielleicht ist es Selbstgerechtigkeit, vielleicht liegt es daran, dass ich schon vor zwei Jahren mein Smartphone ausgeschaltet habe und dies bis auf eine kleine Ausnahme (mein Freund, der mit großer Wahrscheinlichkeit direkt von der NSA überwacht wurde, motivierte mich, WhatsApp zu nutzen, um Nacktbilder zu schicken) nicht wieder angeschaltet habe.

Datensparsamkeit ist das “Gute Leben” der Netzpolitik. Hier geht es nicht darum, die Konzerne oder den Staat anzuklagen, hier geht es um einen Bewusstseinswandel.

Wer mich von den Grünen oder aus der Kolumne “Alles Bio?” kennt, weiß, dass ich diese selbstorganisierte, diese “Machs selbst” Politik immer auf die Schippe genommen habe, um sie auf den Müllhaufen zu werfen.

Aber nun, so einfach ist es nicht. Man kann in einer Kolumne hetzen, zuspitzen, aber jeder sollte doch wissen, dass es einen Unterschied macht, ob man sich die ganze Zeit mit seinem Gegenüber anschreit oder ob man friedlich miteinander umgeht. Man kann es sich schön machen, dann geht es einem gut, oder man macht es sich schlecht und dann geht es einem schlecht. Und wenn sich alle anschreien, oder, noch schlimmer, anschweigen, dann gibt es Krieg, wenn alle friedlich sind und nach friedlichen Lösungen suchen, dann gibt es Frieden. Das Gefühl, das Bewusstsein verändert natürlich die Welt, mir war nur zu viel davon in der Debatte und deswegen nahm ich die Gegenposition ein.

In der Frage, was politischen Wandel verursacht, das eine oder das andere, kann man von Antje Schrupps schönem Credo “Das Gegenteil ist genauso falsch” lernen. Oder von Max Plenerts E-Mail-Signatur “For every complex problem there is an answer that is clear, simple, and wrong.”

Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Das gilt für das ökologische Leben, den Bio-Wandel – hier muss sich die Wirtschaft ändern. Da hat sich immer noch viel zu wenig geändert und auch, wenn man die Welt nicht mit dem Einkaufskorb rettet, so ist der Sinneswandel gegen den Klimawandel doch wichtig, denn ansonsten gibt es keinen Sinneswandel. Dieser Sinneswandel ist wichtig, damit im Kleinen weniger Energie verschwendet wird, er ist auch wichtig, damit Politiker und Wirtschaftsleute, die Entscheidungen zu treffen haben, die richtigen Entscheidungen treffen.

Genauso ist es mit dem Datenschutz. Zurzeit wird viel lamentiert, dass die jungen Leute ja eh ihr Smartphone benutzen und alles in der Cloud landet und dass deswegen die Clouds besser reguliert werden müssen, die Haftungsregeln sollen verbessert werden, alles soll verschlüsselt werden. Die Industrie soll in die Verantwortung genommen werden, der Staat soll handeln.

Das ist richtig. Aber das macht das andere nicht unwichtig.

Ich habe das Gefühl, dass nur noch die Konservativen von Datensparsamkeit sprechen. Ein Lifestyle der Privatsphäre, eine Kultur der Privatsphäre scheint für die deutsche Netzbewegung nicht hip zu sein. Warum ist es falsch, darauf hinzuweisen, dass man mit seinem Cloud-Fotoapparat Smartphone eben keine Nacktbilder machen soll? Dass man sein Smartphone besser abschaltet, wenn man sich Alkohol, Ecstasy oder GHB ins Gehirn knallt? Dass man auch ohne Smartphone und Facebook gut leben kann, dass es ärgerlich ist, wenn man gehetzt ist von vielen kleinen Nachrichten?

In ein paar Jahren wird sich zeigen, dass die wirklich erfolgreichen Leute eben nicht das ganze Internet mit dummem Gequatsche und Nacktbildern vollspammen, das wissen die wirklich erfolgreichen Leute übrigens schon heute. Man sieht sie deswegen nicht.

Ich bleibe bei meiner Meinung von 2007: Nackt – besser nicht im Netz.

PiRatHausGrüße

Blick raus

Grüße von direkt gegenüber den Blow Up, das früher mal ein Puff war, dann eine Super-Kneipe mit Zutritt erst ab 21 – wooo – heute darf man auch dort nicht mehr rauchen, danke Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin, Ex-Raucherin, Grüne). Das wird aber sicherlich nicht der einzige Grund sein, warum ich meine frühere Lieblingskneipe noch nicht besucht habe. Die Wahrheit ist simpler: ich hatte kein Geld, wollte nicht trinken und, naja, tatsächlich geht man ohne Rauch-Möglichkeit weniger in Kneipen, aber ich gehe halt generell weniger in Kneipen, wer will schon an den ökospießigen Grünen rummeckern, richtig niemand, ist jetzt auch mal durch das Thema. Meer lesen

Jennys neuer Laden

Am Wochenende war ich noch mal bei Jenny. Schon vor einigen Wochen war ich da, bei der Schlüsselübergabe. Ich hab mir das alles schon mal angesehen, dort, wo in einigen Tagen Verkauf von edlen Sexspielzeugen und Dessous – Produkte vor allem für Frauen – stattfinden wird.

Corsage La Luxure Schaufenster

“Wir legen dann oben auch nen Kicker hin und ne Auto, Motor und Sport”, sagt Jenny augenzwinkernd. Gleichzeitig checkt sie in Sorge, ob die Verhüllung der Umkleide richtig funktioniert. Denn wer will sich schon beim Ausziehen beobachten lassen? Dies könne ein Spezialangebot für Exhibitionisten sein, der Einwand wird von Jenny und ihren Leuten nicht gelten gelassen. “Die können sich ja gerne im Schaufenster umziehen”.

Jenny sagt Nein

Vor einiger Zeit habe ich mich mit Jen, wie mein bester Freund sie nennt, in einem Bonner Café getroffen. Nach vielen Jahren in der Welt ist sie wie ich in die Stadt, von der wir beide sagen, dass sie eine der schönsten, wenn nicht die schönste Stadt Deutschlands ist, zurückgekehrt. Jenny hat Biotechnologie studiert, in dem Bereich gearbeitet und gut verdient und ist außerdem einige Jahre als Darstellerin im Feuershow-Bereich herum gezogen. Ich lerne von ihr, dass BDSM häufig gar keine Neu-Schreibung bestehender Geschlechterrollen ist, sondern ziemlich häufig einfach als Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse daherkommt – reicher alter Mann, junge gut aussehende Frau.

Aber das kann, nichts muss. Wer ist schon wo frei, wenn Geld im Spiel ist? Um Politik soll es in dem Laden nicht gehen, erzählt Jenny, die ich von der Grünen Jugend Bonn kenne. Heute ist sie “nicht mehr so links”, wie sie sagt, nicht nur, weil sie jetzt Unternehmerin sei, aber auch. Meer lesen

Grünen-Austritt jetzt

Ja, nachdem mich ein Kommentator in diesem Blog runtergemacht hat, ich hätte ja in den Grünen keine Verantwortung übernommen, nachdem Juliane Leopold über mich im Internet herumerzählt, ich hätte nach meinem – vermutlich von allen als politischen missverstandenen – beruflichen Austritt 2012 bei den Grünen gegen Ausgetretene “geholzt”, weiß ich nicht weiter, so was Gemeines. Ich würde nie gegen Ausgetretene bei den Grünen hetzen, ich habe ja sogar seit längerem einen Artikel über sie in der Pipeline. Meer lesen

Grüße aus dem Bonner Rathaus an Lauer und Lobo

Während andere hart arbeiten, schreibt Christopher Lauer mit Sascha Lobo ein Buch. Vermutlich geht es um das Versagen der Netzgemeinde oder der Piratenpartei. In diesem Lichte ist der Parteiaustritt von Lauer noch einmal anders zu betrachten.

Da hat sich wohl eine ziemlich große dumme Basis von einem geld- und aufmerksamkeitsgeilen Schauspieler blenden lassen. Ziemlich groß bedeutet inklusive Oliver Höfinghoff, Anne Helm und vielleicht auch Anke Domscheit-Bernd, die im Zuge der „Auflösungserscheinungen der Piratenpartei“ ihre Austritte erklären. Meer lesen