Julia Seeliger

Geh hin und sündige nicht mehr Lexikalische Info

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu

Julia Seeliger, die Politikerin, war Familien- und Netzpolitikerin der Grünen und ist heute Mitglied der SPD. Sie hat sich für die Gleichstellung Homosexueller eingesetzt und die Normalisierung neuer Familienmodelle wie Patchwork- und Regenbogenfamilien vorangetrieben, indem sie vorschlug, die Ehe durch einen für alle Familienformen zugänglichen Familienvertrag zu ersetzen.

Im Anfang war das Wort

Die Journalistin Julia Seeliger kann und will nichts anderes als politisches Feuilleton. Dabei weiß sie nur zu gut, dass so manche investigative Recherche genau das Durchhaltevermögen erfordert, das sie mitbringt. Unter anderem recherchierte sie mit einem neuen aktivistischen Stil, der eben nicht undercover ist, viele Jahre in deutschen Trollforen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sind die neuen Herausforderungen durch den Internet-Neoliberalismus. Selbstoptimierung und Aufmerksamkeitsökonomie sind an sich nichts Neues, im Digitalen kann man sie allerdings besser als vorher vermessen. Sie arbeitete für die taz und die FAZ.

  • Nordlicht
  • Sportlerin
  • In einer Beziehung
  • Gut in Mathe
  • Audioskills
  • Diplom-Journalistin

Nach der Ausbildung zur Technikjournalistin in Sankt Augustin bei Bonn zog es die journalistische und politische Innovatorin nach Berlin, wo sie einige Jahre mit der so genannten Netzbewegung zubrachte.

Für die Freiheit

Einfach ist anders. Auf Podien und Demonstrationen die Massen unterhalten, Debatten anregen und alte Gewissheiten infrage stellen. Die ausgehenden Nuller Jahre waren spannend und interessant. In diese Zeit fällt das Aufkommen der Netzbewegung als Massenbewegung und der Aufstieg der Piratenpartei. Mithilfe digitaler Tools wurde Deutschland scheinbar vom Kopf auf die Füße gestellt.

Öffentlich engagiert

Für Ökologie und soziale Gerechtigkeit, gegen die Prohibition und Überwachung und für die Freiheit der Frauen und eine bessere Familienpolitik. Es waren viele Themen und lange war genug Energie da, um Vollzeit für das Gute zu streiten.

Private Intrigen

Meine WG ist meine Familie – so kann man sich irren. Ein Krimi im Grünen-Milieu, der bestimmt eines Tages erzählt werden darf. Und der Beginn eines langen Nachdenk-Prozesses.

Dem Wahnsinn entkommen

Raus aus der WG, dann raus aus Berlin. Nach Bonn, in die alte Hauptstadt am Rhein mit den kleinen Gebirgen. Nur die Liebe zählt. Mit ihr hat sich der Rest der Probleme in Luft aufgelöst, ein Privileg, das nicht jede hat. Wie so häufig: Glück gehabt!

Was bleibt

Niemals geht man so ganz. Die Werte sind geblieben, die Partei wurde gewechselt. Manches sucht man sich aus, anderes nicht. Das Leben als investigative Recherche.

Noch Fragen?

Ich freue mich über Kontakte, die mich beruflich weiterbringen möchten. Denkbar wären Unterstützungen für Buchprojekte, interessante journalistische Kooperationen sowie generelle intellektuelle und finanzielle Denkanstöße.