Suche
Suche Menü

PiRatHausGrüße

Blick raus

Grüße von direkt gegenüber den Blow Up, das früher mal ein Puff war, dann eine Super-Kneipe mit Zutritt erst ab 21 – wooo – heute darf man auch dort nicht mehr rauchen, danke Barbara Steffens (NRW-Gesundheitsministerin, Ex-Raucherin, Grüne). Das wird aber sicherlich nicht der einzige Grund sein, warum ich meine frühere Lieblingskneipe noch nicht besucht habe. Die Wahrheit ist simpler: ich hatte kein Geld, wollte nicht trinken und, naja, tatsächlich geht man ohne Rauch-Möglichkeit weniger in Kneipen, aber ich gehe halt generell weniger in Kneipen, wer will schon an den ökospießigen Grünen rummeckern, richtig niemand, ist jetzt auch mal durch das Thema. Read more

Jennys neuer Laden

Am Wochenende war ich noch mal bei Jenny. Schon vor einigen Wochen war ich da, bei der Schlüsselübergabe. Ich hab mir das alles schon mal angesehen, dort, wo in einigen Tagen Verkauf von edlen Sexspielzeugen und Dessous – Produkte vor allem für Frauen – stattfinden wird.

Corsage La Luxure Schaufenster

“Wir legen dann oben auch nen Kicker hin und ne Auto, Motor und Sport”, sagt Jenny augenzwinkernd. Gleichzeitig checkt sie in Sorge, ob die Verhüllung der Umkleide richtig funktioniert. Denn wer will sich schon beim Ausziehen beobachten lassen? Dies könne ein Spezialangebot für Exhibitionisten sein, der Einwand wird von Jenny und ihren Leuten nicht gelten gelassen. “Die können sich ja gerne im Schaufenster umziehen”.

Jenny sagt Nein

Vor einiger Zeit habe ich mich mit Jen, wie mein bester Freund sie nennt, in einem Bonner Café getroffen. Nach vielen Jahren in der Welt ist sie wie ich in die Stadt, von der wir beide sagen, dass sie eine der schönsten, wenn nicht die schönste Stadt Deutschlands ist, zurückgekehrt. Jenny hat Biotechnologie studiert, in dem Bereich gearbeitet und gut verdient und ist außerdem einige Jahre als Darstellerin im Feuershow-Bereich herum gezogen. Ich lerne von ihr, dass BDSM häufig gar keine Neu-Schreibung bestehender Geschlechterrollen ist, sondern ziemlich häufig einfach als Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse daherkommt – reicher alter Mann, junge gut aussehende Frau.

Aber das kann, nichts muss. Wer ist schon wo frei, wenn Geld im Spiel ist? Um Politik soll es in dem Laden nicht gehen, erzählt Jenny, die ich von der Grünen Jugend Bonn kenne. Heute ist sie “nicht mehr so links”, wie sie sagt, nicht nur, weil sie jetzt Unternehmerin sei, aber auch. Read more

Grünen-Austritt jetzt

Ja, nachdem mich ein Kommentator in diesem Blog runtergemacht hat, ich hätte ja in den Grünen keine Verantwortung übernommen, nachdem Juliane Leopold über mich im Internet herumerzählt, ich hätte nach meinem – vermutlich von allen als politischen missverstandenen – beruflichen Austritt 2012 bei den Grünen gegen Ausgetretene “geholzt”, weiß ich nicht weiter, so was Gemeines. Ich würde nie gegen Ausgetretene bei den Grünen hetzen, ich habe ja sogar seit längerem einen Artikel über sie in der Pipeline. Read more

Grüße aus dem Bonner Rathaus an Lauer und Lobo

Während andere hart arbeiten, schreibt Christopher Lauer mit Sascha Lobo ein Buch. Vermutlich geht es um das Versagen der Netzgemeinde oder der Piratenpartei. In diesem Lichte ist der Parteiaustritt von Lauer noch einmal anders zu betrachten.

Da hat sich wohl eine ziemlich große dumme Basis von einem geld- und aufmerksamkeitsgeilen Schauspieler blenden lassen. Ziemlich groß bedeutet inklusive Oliver Höfinghoff, Anne Helm und vielleicht auch Anke Domscheit-Bernd, die im Zuge der „Auflösungserscheinungen der Piratenpartei“ ihre Austritte erklären. Read more

Wie ein Habicht auf dem Sperrmüll

Schönes Bonn, schönes Bonn, schönes Bonn! Ich kann es die ganze Zeit schreien und es gibt dazu auch genug Anlass. Draußen stapeln sich die Gründerzeithäuser, der Botanische Garten ist um die Ecke und top (in diesem Garten wirkte Botanik-Legende Strasburger sowie Herr Lenné, der später in Preußen Großes vollbrachte) und ich habe zwei Berge mit Wald vor der Haustür.

Dort oben am Venusberg und am Kreuzberg gibt es zwar keine Adler, wie ich kurz angesichts der brettartigen Flügel der am Himmel kreisenden Vögel dachte, aber zumindest Bussarde oder Habichte. Read more

Ein schneeweißes Kreuzberg

Wir werden ein weißes Kreuzberg haben, ein schneeweißes, wenn nur kein Platzregen kommt heute Nacht. Vor ein paar Tagen war an dieser Stelle zu lesen, dass die Friedrichshain-Kreuzberger Grünen das Asylrecht abschaffen, jetzt wurde die dortige Cuvrybrache geräumt. Mein Freund Christian sagt, man könnte fast auf die Idee kommen, die Roma seien nicht die Lieblingsasylbewerbergruppe der Grünen, und ich komme auch auf diese Idee. Read more

Die Geschlechterfrage

Warum Männer nicht zuhören und Frauen auch nicht, könnte ich diesen Artikel auch betiteln. Anna-Katharina Meßmer und Christina Schildmann haben einen Artikel auf zeit.de geschrieben, der sicher viele Leserkommentare verursacht und sich bestimmt ganz toll klickt.

Darin wird über angry white men hergezogen und am Ende postuliert, der Streit um die Geschlechtergerechtigkeit, um die Vielfalt der Lebensmodelle sei aktuell im vollen Gange – nicht nur im Netz. (“Und so tobt der Deutungskampf. Nicht nur im Netz”)

Früher dachte ich, dass das Internet als ein Neues die Geschlechterfrage revolutionieren könnte und gleichsam mit einem Schock die Gleichstellung voran treiben. Aufschrei war auch für mich eine Hoffnung, schnell stellte sich für mich aber heraus, dass Öffentlichkeit die Fronten verhärtet und niemand mehr zuhört, weil es weh tut oder sich unsinnig anhört – und so sieht es meiner Ansicht nach gerade aus. Read more

Burgerarbeit für psychisch Kranke and Friends

Auch mal raus zu gehen, das kann nie schaden. Heute Mittag war am Moltkeplatz in Bad Godesberg die Eröffnung des „Godesburgers“, eines Burgerladens, in dem zehn Menschen mit (5) und ohne (5) Handicap zusammen Burger braten, servieren und den Laden an sich am Laufen halten – ein Projekt der Aktion Mensch, des Landschaftsverbands Rheinland und des Bonner Vereins für gemeindenahe Psychiatrie.

Godesburger drinnen Read more