Architekturjournalismus

In der heutigen Redaktionssitzung fiel mir auf, wie viele Frauen sprechen – mehr als in der taz, wie ich einräumen muss.

Der Architekturredakteur bat mich nach der Sitzung darum, 25 Zeilen (eine Zeile sind so 30 Zeichen, also ungefähr 750 Zeichen) zur Elbphilharmonie, dem neuen Konzerthaus in der Hamburger Hafencity, zu schreiben. Da gibt es nämlich Streit um Bau-Verzögerungen. Ob und wie man weiterbaut, könnte ein Treffen zwischen der Realisierungsgesellschaft ReGe – eine hundertprozentige Tochter der Stadt Hamburg – und dem Baukonzern Hochtief klären. Das Treffen findet morgen statt.

An mehreren Stellen baut Hochtief gerade nicht – das Problem sei die Statik, sagt der Konzernsprecher und vermutet außerdem, die Stadt halte Informationen zurück. Hamburg weist das zurück und sagt, Hochtief verzögere aus finanziellem Interesse. Hochtief-Kritiker sagen, der Konzern sei eine “Rechtsabteilung mit kleinem, angeschlossenen Baubüro”.

Nachrichtentexte kann ich ja mal gar nicht, aber ich bemühte mich. Mal sehen, wieviel bei der Meldung geändert wurde – wenn etwas geblieben ist, habe ich dann also morgen ein paar kleine Zeilen in der FAZ.

09. November 2011 von julia
Kategorien: Kapital | Schlagwörter: , , | 1 Kommentar

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